Workshop zum Thema Drogenprävention

 

 

„Bei uns ist die Welt doch noch in Ordnung!“ – So sollte man meinen – doch weit gefehlt!!! Drogen sind mittlerweile auch in unserem Landkreis durchaus ein Thema, an dem wir nicht vorbeischauen können.

 

Rektor Johannes-Peter Müller und Diplom-Sozialpädagogin Kathlen Ölsner (JaS) stimmten mit den Lehrkräften überein, dass die Suchtprävention an den Schulen heute wichtiger denn je ist. Es sei sehr wichtig präventiv in den Schulen mit den Schülerinnen und Schülern zu arbeiten. Deshalb fanden im September 2020 bereits in den ersten Schulwochen Drogen-Präventions-Workshops in den 8. und 9. Klassen statt. Das Projekt wird im Rahmen der Jugendsozialarbeit vom Bayerischen Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert.

 

Zu dem Workshop hatte K. Ölsner den Drogenspezialisten Kriminaloberkommissar Matthias Lange eingeladen. Er verstand es die SchülerInnen für das Thema zu interessieren und so verfolgten sie seine spannenden und äußerst lehrreichen Ausführungen und arbeiteten eifrig aktiv mit.

 

Der Missbrauch von Rauschmitteln sei keine Erscheinung von Randgruppen, wies Herr Lange auf die zwingende Notwendigkeit der Drogenprävention hin. Zudem habe die Sucht häufig dramatische Auswirkungen auf den Abhängigen selbst, auf seine Familie, seinen Freundeskreis, die Arbeit usw. Dabei sei es heutzutage leider kein Problem mehr an Drogen zu kommen. So sei die Erstprobe sogar meist gratis. Es ei daher äußerst wichtig die Folgen zu kennen und „NEIN!“ zu sagen. 

 

Provokativ verteilte Herr Lange zum Auftakt Aufkleber mit der Aufschrift „Realität ist die härteste Droge der Welt!“ Er erklärte, damit sei gemeint, dass man keine Drogen brauche um Spaß im Leben zu haben. Alle Botenstoffe, die man brauche um glücklich zu sein, produziere der menschliche Körper nämlich selbst. Dafür müsse man in der Regel jedoch etwas tun. Nehme man jedoch Rauschmittel, würden diese Botenstoffe in vielfach höherer Konzentration quasi „auf Knopfdruck“ ausgeschüttet – und das ohne jegliche Anstrengung. Drogen suggerieren dem Verbraucher aber nur kurzfristige Glücksgefühle – sozusagen einen „Rausch der Glücksgefühle“!  Die Probleme und Sorgen kämen jedoch umso stärker wieder zum Vorschein, wenn die Wirkung der Droge nachlasse.

 

 

Schüler der Klasse 8bG berichten:

 

Letzten Dienstag, 22.09.2020, kam Abwechslung in den Schulalltag unserer Klasse. Herr Lange besuchte uns, um über die verheerenden Folgen des Drogenkonsums zu sprechen. Er belehrte uns über die Auswirkungen und den Gefährlichkeitsgrad der verschiedenen Substanzen, die uns bei weitem nicht bewusst waren. Herr Lange ließ uns realistische Situationen nachstellen und gab uns praktische Hilfestellungen an die Hand, wie wir verhindern können, mit illegalen Drogen in Kontakt zu kommen. Besonders beeindruckend empfanden wir seine Berichte aus der Realität.

Herr Lange ermöglichte uns durch seinen ehrlichen und sachlichen Umgang einen tiefen Einblick in den Drogensumpf, sodass wir uns jetzt erst recht davon distanzieren wollen.