Patenschafts-Urkunden für das Präventionsprojekt

KLASSE2000

 

In der Glück Auf-Grundschule Stockheim konnte der Coburger AOK Direktor Christian Grebner die Patenschafts- Urkunden für das Präventionsprojekt Klasse2000 überreichen.

Allein in diesem Jahr kommen 166 Schüler/innen aus sechs Grundschulen neu hinzu, mit denen die Gesundheitsförderer der Lucas- Cranach- Grundschule Kronach, Glück Auf Grundschule Stockheim, GS Pressig, GS Steinwiesen, GS Teuschnitz und GS Wallenfels das facettenreiche Präventionsprogramm der Klasse2000 durchführen.

Dabei geht es nicht nur um die Gesundheitsförderung, sondern auch um Sozialkompetenzen, Sucht- und Gewaltprävention für Mädchen und Buben in den Grundschulklassen. Kurz gesagt, es geht darum, ein gesundes, starkes und selbstbewusstes Aufwachsen der Kinder zu ermöglichen. „Trotz Corona und den damit einhergehenden Beschränkungen bietet Klasse2000 passgenaue Lösungen, so dass die Kinder auch während eines Unterrichts unter besonderen Hygienemaßnahmen das Thema Gesundheit für sich entdecken können“, sagte Christian Grebner einführend zur Überreichung der Patenschafts-Bestätigung an die Gesundheits- Förderlehrerin der jeweiligen Schule.

 

Die Gesundheitsförderer von Klasse2000 passen ihre Unterrichtseinheiten stets den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort in Abstimmung mit den Lehrkräften an. Zudem können Lehrkräfte, Schüler und Eltern ergänzend zu den Unterrichtsvorschlägen und Begleitmaterialien zusätzlich die Lern- Website www.klaro-labor.de nutzen. Hier finden die Kinder Vorschläge für Bewegungspausen, Entspannungsgeschichten und weitere Tipps aus dem Klasse2000- Programm, die sie interaktiv und spielerisch bearbeiten können.

 

Mit dem von der AOK finanzierten Schulprogramm Klasse200 können verstärkt und vor allem aktiv Gesundheitsförderung in den Stundenplan und in den Schulalltag integriert werden. „Gemeinsam gestalten wir die gute, gesunde und sichere Schule für uns alle“!

 

Mit diesem Leitbild der Glück Auf- Grundschule Stockheim begrüßte Rektorin Astrid Kestel die Vertreter der AOK Direktion Coburg, Direktor Christian Grebner und Organisator Stephan Preisz. Sie freute sich über das Interesse und die Gruß- und Dankesworte von Landratsstellvertreter Gerhard Wunder und Bürgermeister Rainer Detsch sowie der Schulamtsdirektorin Gisela Rohde. Die Schulamtsdirektorin stellte die Wichtigkeit des Gesundheitsprogramms heraus. Für den Schulalltag sind solche lebensbejahenden Programme mit ihrer Gesundheitsförderung aber auch mit den sozialen Kontakten, die dabei entstehen ein sehr wichtiges Element der Erziehung auch schon in den Grundschulen. Sie freute sich über das rege Interesse der Grundschulen im Landkreis Kronach und dankte den Patenlehrern (Gesundheitsförderer) an den Schulen, die sich dieser besonderen Aufgabe annehmen und sie dankte auch neben der AOK als Initiator und großer Sponsor dieses Projektes der Politik, vertreten durch den Stellvertreter des Landrats, Gerhard Wunder und durch Bürgermeister Rainer Detsch. Sie dankte auch allen Schulleitungen und Lehrkräften, ebenso wie den Eltern, die diesem Projekt positiv gegenüberstehen.

 

Gerhard Wunder dankte der AOK für dieses Präventionsprojekt. Prävention bedeute schließlich auch Kosteneinsparung nicht nur im Gesundheitssystem, sondern auch im gesellschaftlichen Zusammenleben. Bürgermeister Detsch fand das Projekt hervorragend und stellte zugleich kritisch fest, dass wir besonders im vergangenen Jahr in unserer Gesellschaft die Kinder vernachlässigt haben. Damit muss Schluss sein, Kinder haben Vorrang, meinte das Gemeindeoberhaupt. Er ging auch auf die Lüftungsdebatten an den Schulen mit kritischen Worten ein. „Aus einer Konferenz des Kultus- und des Finanzministerium war zu hören, dass im Schnellverfahren Lüftungsgeräte für Schulen beschafft werden sollen. Wir sprechen hier für Bayern von 110 Tausend Geräten, deren Wirksamkeit nach wie vor umstritten sind. Unabhängig davon sagen alle Experten, dass Stoßlüften über die Fenster weiterhin zwingend Voraussetzung ist. Es existieren wohl auch noch keine relevanten technischen Expertisen, was taugt und was nicht taugt. Gemeinden werden vor vollendete Tatsachen gestellt nach dem Motto: Macht mal! Wir werden beschaffen, natürlich es sollte aber erst mal abgewartet werden, was uns an technischen Informationen angeboten wird, zum Beispiel auch über gesundheitliche Unbedenklichkeit beim Einsatz der aktuell angebotenen unterschiedlichsten Geräte. Und es bleibt eine große Aufgabe, die Mengen an Geräten in kurzer Zeit auch zu beschaffen“, machte der Bürgermeister einer sorgenvollen Seele Luft. Beispielgebend nannte er dagegen das Projekt Klasse2000 und dankte den Initiatoren und Förderern der AOK.       

 

Die Schüler der Klasse 1b hatten mit ihrer Lehrerin Gudrun Haselsberger eine Bewegungsübung einstudiert, wie man beispielsweise in wenigen Minuten der einfachen Bewegung für die Gesundheit bewirken kann. Es ist Teil des Projekts Klasse2000.

 

Direktor Grebner wies auch die Nachhaltigkeit des Projektes hin, was sich auch an dem dauerhaften Interesse der Schulen und den steigenden Teilnehmerzahlen zeige. Im Landkreis Kronach kamen in diesem Schuljahr sechs Grundschulen mit neun Klassen und 166 Kindern dazu. Insgesamt beteiligen sich neun Grundschulen mit 34 Klassen und 670 Schüler aus dem Landkreis Kronach an dem Projekt Klasse2000. In ganz Bayern habe man mit 510 neuen Patenschaften zukünftig über 1 800 Grundschulklassen mit insgesamt rund 39 000 Schülerinnen und Schülern im Rahmen des Schulprogramms Klasse2000, informierte Grebner. (hof)

Das Bild zeigt: In der Glück Auf-Grundschule Stockheim wurden die Patenschafts- Urkunden an die Gesundheitsförderer aus sechs Grundschulen im Landkreis überreicht. Mit im Bild AOK Direktor Christian Grebner (links), Schulamtsdirektorin Gisela Rohde (hinten vierte von links), von rechts Gerhard Wunder (Landratsstellvertreter), Bürgermeister Rainer Detsch, Rektorin Astrid Kestel mit Gesundheitsförderern der Schulen und den Schülern der Klasse 1b der Grundschule Stockheim.

Foto: K.- H. Hofmann