Der Bundesweite Vorlesetag

ist eine gemeinsame Initiative von DIE ZEIT, Stiftung Lesen und Deutsche Bahn Stiftung.

 

Bereits seit 2004 ist der dritte Freitag im November Deutschlands größtes Vorlesefest. Aus diesem Grund finden an diesem Tag vielfältige Aktionen rund um das Thema Vorlesen statt, mit denen  ein öffentliches Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens gesetzt und Kinder und Erwachsene für Geschichten motiviert und begeistert werden sollen.

Am 20. November 2020 fand der Bundesweite Vorlesetag unter dem Jahresmotto "Europa und die Welt" statt.

 

Auch an der Grund- und Mittelschule Pressig erklärten sich wieder Vorlese-Paten aus der Gemeinde bereit in die Schule zu kommen und in den Klassen 1a/b und 2a/b aus ihren mit viel Liebe ausgesuchten Büchern vorzulesen. Herzlichen Dank dafür!

 

In der ROKI-Schule nahmen sich also unter den gegebenen Corona-Hygienebedingungen am Freitag, 20. November 2020 Herr Bürgermeister  Stefan Heinlein und sein Stellvertreter, Herr Wolfgang Förtsch, sowie die Leiterin der Gemeindebücherei, Frau Birgitt Keim, und Frau Renate Wicklein aus der Gemeindeverwaltung Zeit, in den Klassen 1a/b und 2a/b vorzulesen.

Bürgermeister Stefan Heinlein begrüßte die Klasse 2a herzlich und verriet ihnen, dass er ein begeisterter Vorleser für seine Zwillinge sei. So freue er sich sehr am Bundesweiten Vorlesetag in die Schule eingeladen worden zu sein. Die Klasse begrüßte ihn mit dem eigens von einigen Kindern der Theater-AG (Corona-bedingt nur aus der Klasse 2a) eingeübten musikalischen szenischen Stück „Lesen heißt auf Wolken liegen“.

Herr Heinlein dankte den Kindern und freute sich ihnen nun einige spannende Kapitel aus dem Literaturklassiker „In 80 Tagen um die Welt“ von Jules Verne vorzulesen. Darin verwettet der Held des Buches, Phileas Fogg,  sein halbes Vermögen darauf, dass eine Reise um die Erde in 80 Tagen zu schaffen sei. Die Wette gilt also: Phileas Fogg will die Erde umrunden und macht sich mit Jean Passepartout auf den Weg über Europa, Asien, Nordamerika mit Eisenbahn, Schiff, Elefant oder Schlitten. Mit atemberaubender Ruhe, Mut und Intelligenz lässt der elegante junge Herr Fogg Landschaften und Städte und Abenteuer an sich vorbeiziehen, bis ihm am Ende die Zeit doch beinahe ausgeht. Für diese Reise sind Dampfschiffe und Schnellzüge nicht allein ausschlaggebend. Immer wieder braucht es auch Erfindungsgeist und Mut um unvorhergesehene Schwierigkeiten zu überwinden. Das Projekt kann jedoch nur durch  das Zusammen-spiel von Mensch und Technik gelingen. Der gute Ausgang der Geschichte zeigt,  „dass das Glück dem Wagemutigen hilft“. Aufmerksam und ausdauernd lauschten dann auch die Mädchen und Jungen seinem Vortrag.

 

Schon einige Wochen vor dem Vorlesetag hatten die 1. Klassen die Bücherei an der „ROKI“-Schule bei einem Besuch kennengelernt, und viele hatten sich Bücher ausgeliehen und gelesen oder zuhause vorgelesen bekommen. Für den Vorlesetag hatte Frau Keim für die Klasse 1b das Buch „Hällo, ei äm Betti! – Eine Fremde auf dem Hof!“ aus ihrer Gemeinde- und Schulbücherei mitgebracht. Darin gibt es große Aufregung einem Bauernhof, denn Bauer Hans und seine Kuh Betti kommen aus Schottland zu Besuch! Doch die Verwunderung ist groß? Anstatt der erwarteten Kuh kommt ein komischer Fransenteppich mit Hörnern aus dem Anhänger. „Soll das etwa eine Kuh sein?“, fragten sie sich. Das Vieh spricht auch noch eine fremde Sprache! Wie sollen die Tiere miteinander umgehen und sprechen? Es kommt zu total lustigen Missverständnissen, doch Loretta, Knuddel und die anderen Tiere finden eine Lösung.

In der Klasse 1a hatte Frau R. Wicklein die Geschichte „Bäh – sagt Babette“ von Andrea Hebrock und Jutta Langreuter aus dem Buch „Schwebe sanft ins Träumeland“ mitgebracht. Das Buch zeichnet sich durch die zauberhaften Zeichnungen, jede Menge Witz und komische Ideen aus. Der Inhalt ist phantasievoll und sehr lustig: „Was kann man nicht alles mit seiner Zunge anstellen?“, fragen sich das Schweinemädchen Babette, der Kater Alabaster und der Hund Eddi. Sie denken über dieses rosarote Körperteil nach und stellen die komischsten Überlegungen und Versuche an, was man damit wohl so alles machen kann. Die Kinder hatten viel Spaß mit dieser wunderbaren, äußerst liebevollen Geschichte über so etwas total Normales wie eine Zunge. Sie konnten herzlich über die lustige Erzählung und die tollen Bilder dazu lachen.

 

Für die fleißigen BüchereibesucherInnen der 1. Klasse hatten Frau Keim und Frau Wicklein ein Buchgeschenk dabei.

 

 

 

In der Klasse 2b hatte sich 2. Bürgermeister W. Förtsch eingefunden um den Kindern aus den „Abenteuern des kleinen Drachen Kokosnuss“ vorzulesen. Passend zum Thema des Vorlesetages 2020 liest er  seinen aufmerksamen  Zuhörern von Kokosnuss’ großer Weltreise und seinen aufregenden Abenteuern vor. In seiner Ausgabe der Buchreihe reist der kleine Drache um die Welt, denn der böse Murk hat seinen Freund Oskar entführt! Die beiden sind verschwunden. Spurlos? Nein, zum Glück nicht ganz. Oskar hat einen Brief mit wichtigen Hinweisen hinterlegen können,  und dieser  führt Kokosnuss direkt nach  London! Die Stadt der Regenschirmträger und Teetrinker ist riesengroß, aber Murk ist längst wieder weg - Oskars Briefe führen Kokosnuss nach Paris zum Eiffelturm, dann nach Pisa, wo der schiefe Türme steht und schließlich ins Zentrum von China. Ob es Kokosnuss schließlich gelingt, Oskar zu befreien? Das könnten die Kinder selbst nachlesen, wenn sie sich das Buch aus der Bücherei ausleihen.

Die Mädchen und Jungen der ersten und zweiten Klassen hatten viel Spaß an den Vorlesegeschichten und bedankten sich jeweils bei den engagierten Vorleserinnen und Vorlesern mit einer Urkunde, einer Geschichte vom „kleinen DANKE“, das um die Welt ging und einer süßen Zugabe für die tollen Geschichten.