Neue Schulsanitäter

 

an der Grund- und Mittelschule Pressig

 

Rund 20 neue, überaus motivierte SchulsanitäterInnen können nach ihrer Ausbildung durch den BRK-Kreisverband Kronach am Anfang des Schuljahres 2018/19 nun ihren Dienst antreten und ihren Mitschülern in Notfällen, z.B. bei Verletzungen helfen. Während der Schultage, aber auch bei Schul- und Sportfesten oder Ausflügen sorgen sie für Sicherheit. Dank des Erste-Hilfe-Kurses wissen sie, wie man einen Verband anlegt, was bei Vergiftungen zu tun ist und wie man einen Bewusstlosen in die stabile Seitenlage bringt. Auch einen Notruf wissen sie zu tätigen und können, wenn nötig, den Rettungsdienst informieren.

 

Ab Januar 2019 gibt es nun an unserer Schule in Pressig einen Dienstplan. Jeweils zwei Schüler werden in Bereitschaft stehen um im Notfall zu helfen oder bei schlimmeren Verletzungen schnell und effektiv Hilfe anzufordern. Gut zu erkennen sind sie an ihren „Sani-Westen“ und den roten Verbandtaschen mit all den wichtigen Utensilien für die Erste Hilfe.

 

Rektor R. Horn und Organisator B. Jungkunz schätzen sich glücklich nun wieder so engagierte Schulsanitäter an der Grund- und Mittelschule Pressig zu haben und bedankten für deren Verantwortungsbewusstsein. B. Jungkunz betonte die Wichtigkeit dieses Dienstes, mit dem einen neue Epoche an der Schule eingeläutet werde.

 

Bei der offiziellen Übergabe erhielten die Ersthelfer Verbandtaschen, Urkunden und Sanitäter-Ausweise. Auch der Wachleiter der Rettungsstation Pressig, Karl Heinz Schindhelm, überbrachte seinen Dank an die neuen, freiwilligen  „Schul-Sanis“ aus der fünften, sechsten und siebten Jahrgangsstufe.  Er betonte, dass die Mitarbeiter N. Müller und M. Eidloth die Schülerinnen und Schüler in zwölf Unterrichtseinheiten auf ihre möglichen Einsätze gut vorbereitet hatten. Die Ausbilder lobten im Gegenzug wie motiviert, lern- und wissbegierig ihre Schüler bei der Sache waren. Der Spaß kam dabei für beide Seiten auch nicht zu kurz.

 

Doch mit dem Grundkurs wolle man sich nicht zufrieden geben, sondern ca. ein- bis zweimal im Monat die Kenntnisse auffrischen und vertiefen. Erfreulicherweise meldeten sich bereits aus der siebten Jahrgangsstufe der Ganztagesklasse neue Interessenten für eine zweite Ausbildung an.

 

BRK-Ehrenamtsmanager R. Schmidt hofft darauf, dass einige der jungen Leute später einmal auf diesem Weg den Einstieg in ein langfristiges Engagement beim BRK finden könnten. Viele heutige Notfallsanitäter und sogar Ärzte seien über das Jugendrotkreuz zum BRK gekommen, dabei geblieben und hätten sich immer weiter fortgebildet. Man sei gerade dabei an vielen Schulen im Landkreis Kronach Schulsanitäter auszubilden und Pressig sei quasi ein Vorreiter auf diesem Gebiet.

 

Bist auch du bald ein Juniorhelfer ?

 

Das Konzept des Juniorhelfers ist in Bayerischen Schulen fest in den Lehrplan integriert. Demnächst wird auch der Schulsanitätsdienst an der Grund- und Mittelschule Pressig wieder aktiviert werden. Für die nächste Zeit steht die Ausbildung zum Juniorhelfer für die Grund- und Mittelschüler an.  

                                                                                                                                                                                                                Der Juniorhelfer-Kurs ist der Erste Hilfe Kurs für Kinder. Das Jugendrotkreuz im BRK Kronach bietet die Juniorhelfer-Kurse an. Ein "Profi" wird dich in allem unterrichten, was du für einen Notfall brauchst.  Hier lernst du, wie du bei einem Notfall am schnellsten Hilfe holen kannst, was du tun musst, wenn sich einer deiner Freunde auf dem Spielplatz verletzt und blutet, oder wie du einen Bewusstlosen richtig lagerst, bis der Rettungsdienst kommt.

 

 

Also, worauf wartest du noch? Werde auch du ein Juniorhelfer!

 

 

Wann der nächste Kurs  beginnt,

erfährst du hier rechtzeitig!

 

Logo des Schulsanitätsdienstes

 

Empfehlungen zum Schulsanitätsdienst



Vermittlung sozialer Werte und Erziehung zu Verantwortungsbewusstsein an Schulen stehen schon lange im Fokus der Hilfsorganisationen. Gerade Erste-Hilfe-Programme können diesem Ziel in besonderer Weise gerecht werden.

Nun haben die Hilfsorganisationen gemeinsam Empfehlungen für die Ausbildung von Schulsanitäter/innen herausgegeben. Die Empfehlungen richten sich an alle Schularten der Sekundarstufe und zeigen die Grundlagen für Ausbildung, Fortbildung und Rahmenbedingungen an der Schule auf. Zu einer den Bedürfnissen der jeweiligen Schulen angepassten Organisation des Schulsanitätsdienstes beraten die Hilfsorganisationen gerne.

 

 

Schulsanitätsdienst

 

Im Bundesdurchschnitt hat jeder 11. Schüler jährlich einen anzeigenpflichtigen Schulunfall. Nicht eingerechnet die vielen kleinen Verletzungen, die der (Schul-)Alltag so mit sich bringt. Ein Schulsanitätsdienst ist ständig vor Ort und kann somit schnell und zuverlässig Unfallfolgen mindern oder kleinere Versorgungen übernehmen.



Mehr als eine Million Schulunfälle ereignen sich jedes Jahr an deutschen Schulen. Gerade die ersten Minuten sind oft entscheidend für den Erfolg einer Hilfeleistung. Die Überbrückung der ersten, entscheidenden Minuten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder auch einfache Versorgungen können Aufgabe eines Schulsanitätsdienstes sein. Der Schulsanitätsdienst ist ein Zusammenschluss von qualifizierten Schülern, die vor Ort sind und wenn nötig Erste Hilfe leisten können. Zu festen Zeiten, wie beispielsweise den Pausen, an Wandertagen oder etwa beim Sportfest, leisten sie ihren "Dienst" und stehen mit ihren Erste-Hilfe-Kenntnissen zur Verfügung.

 

Erstversorgung durch Schulsanitäter?

Die Erste-Hilfe-Versorgung wird durch den Schulsanitätsdienst ganz wesentlich ergänzt. Oftmals erfolgt die Erstversorgung an Schulen durch Lehrkräfte, die Schulsekretärin oder den Hausmeister, deren Erste-Hilfe-Ausbildung unter Umständen Jahre zurück liegt. Ohne beständiges Üben, Anwenden und Auffrischen der Erste-Hilfe-Maßnahmen besteht jedoch keine sichere Grundlage für eine Notfall-Versorgung. Den Schulsanitätern hingegen wird eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung geboten, deren Inhalt durch kontinuierliches Üben und Anwenden gefestigt ist.
Die Hilfsbereitschaft der Schüler wird in konkretes Handeln umgewandelt, das Vertrauen in eigene Fähigkeiten wird gestärkt und die Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme wird gefördert. Ausgebildete Schulsanitäter handeln sachgerecht, überlegt und verantwortungsbewusst und sind in der Folge kompetente Ersthelfer.
Zudem wirkt sich der Einsatz und die dauerhafte Präsenz der Schulsanitäter positiv auf das soziale Klima einer Schule aus. Schulsanitäter leisten einen wesentlichen Beitrag zur Unfallverhütung, Gesundheitser-ziehung und Sicherheit einer Schule und sind somit wichtiger Teil einer Schulgemeinschaft.


 

Aufgaben und Ziele des Schulsanitätsdienstes

Das soziale Engagement und Handeln von Kindern und Jugendlichen soll gefördert werden. Die Praktizierung und Stärkung von sozialem Handeln im schulischen Rahmen wirkt sich langfristig auf die Entwicklung der Persönlichkeit aus. Die Mitglieder des Schulsanitätsdienstes lernen reale Aufgaben kennen und übernehmen schon früh tatsächliche Verantwortung. Dies macht Schulsanitäter im Leben - auch außerhalb der Schule - zu verantwortungsbewussten und zivilcouragierten Mitgliedern der Gesellschaft. Zusätzlich wird durch den direkten Praxisbezug des Erste-Hilfe-Unterrichts die Lernmotivation gestärkt, was sich auch auf andere Bereiche positiv auswirken kann. Und nicht zuletzt kann eine altersgerechte und fachkompetente Betreuung von Verletzten und Kranken stattfinden.

 

Umsetzung des Schulsanitätsdienstes



Der Schulsanitätsdienst kann auf dem Juniorhelfer aufbauen, ist aber auch unabhängig davon realisierbar.
Die Erste-Hilfe-Ausbildung der Schüler erfolgt entweder über eine Lehrkraft mit Lehrberechtigung Erste Hilfe oder über einen externen Erste-Hilfe-Ausbilder. Das BRK bietet für Lehrkräfte spezielle Erste-Hilfe-Ausbilderlehrgänge an. Diese können im Rahmen der Lehrerfortbildung durchlaufen werden und berechtigen zur Durchführung von regulären Erste-Hilfe-Kursen. Die jeweiligen BRK-Kreisverbände sind hierfür - oder auch für externe Ausbilder - gerne Ansprechpartner. Meist dient ein vollständiger Erste-Hilfe-Kurs als Grundlage für den Schulsanitätsdienst. Ein solcher umfasst 16 Unterrichtseinheiten. Dieser wird vom Kultusministerium allerdings erst ab der 8. Jahrgangsstufe empfohlen. Eine alternative Möglichkeit bietet das Programm „Medizinische Erstversorgung mit Selbstschutzinhalten“ oder kurz BMI-Programm (gefördert vom Bundesministerium des Inneren). Dieses Programm ist speziell für 10- 16jährige konzipiert, auf 12 Unterrichtseinheiten angelegt und kostenlos.
(Quelle: mein-jrk.de / SSD)