Sinus-Zertifizierung für die Grundschule Pressig!

 

Bayerische Grundschulen beteiligten sich seit Jahren an den bundesweiten Modellprogrammen SINUS-Transfer Grundschule und SINUS an Grundschulen. Seit dem Schuljahr 2013/14 wird mit SINUS an Grundschulen in Bayern an die SINUS-Entwicklungsprogramme angeknüpft. Am 10. März 2016 erhielt die Grundschule Pressig in der Ludwig-Maximilians-Universität in München ihre Zertifizierungsurkunde überreicht. Damit ist neben der MathePlus-Schule für die Mittelschule ein weiterer Baustein für den kompetenzorientierten Mathematikunterricht geschaffen worden. Die SINUS-Module beschreiben typische, empirisch ermittelte Problembereiche des Unterrichts:

 

  1. Gute Aufgaben
  2. Entdecken, Erforschen, Erklären
  3. Schülervorstellungen aufgreifen, grundlegende Ideen entwickeln
  4. Lernschwierigkeiten erkennen
  5. Talente entdecken und unterstützen
  6. Fachübergreifend und fächerverbindend unterrichten
  7. Interessen (von Mädchen und Jungen) aufgreifen und entwickeln
  8. Eigenständig lernen – gemeinsam lernen
  9. Lernen begleiten – Lernerfolg beurteilen
  10. Übergänge gestalten 

 

Ziel des Programms:

 

Mit dem Programm SINUS steht ein Konzept zur Unterrichtsentwicklung im Fach Mathematik zur Verfügung. Die teilnehmenden Schulen erhöhen ihre Unterrichtsqualität und steigern so die mathematischen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler. Die Umsetzung der Kompetenzerwartungen des LehrplanPLUS und der Bildungsstandards ist das zentrale Anliegen von SINUS.

Umsetzung des Programms:

 

  • Die Kolleginnen und Kollegen einer Schule verstehen sich als Team, das gemeinsam an der Unterrichtsentwicklung in Mathematik arbeitet.
  • Die teilnehmenden Schulen werden regional zu Schulgruppen zusammengefasst und von erfahrenen SINUS-Beraterinnen und–Beratern in der Regel zwei bis drei Jahre begleitet.
  • Die Lehrkräfte erhalten fachdidaktische Impulse für die Unterrichtsgestaltung und beteiligen sich aktiv bei den Schulgruppentreffen. Dies sind in Regel drei Arbeitstreffen pro Schuljahr (nachmittags).
  • Bei den jährlichen Regionaltagungen in den Regierungsbezirken (ganztägig) referieren renommierte Fachdidaktiker und erfahrene Schulpraktiker.
  • Zwischen den Arbeitsgruppentreffen erproben die Lehrkräfte die erarbeiteten Module im eigenen Unterricht, kooperieren dabei mit ihren Kolleginnen und Kollegen und reflektieren regelmäßig über die gesetzten Ziele.
  • Der intensive Erfahrungsaustausch im Kollegium und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anderer Schulen auf den Schulgruppentreffen stärkt die fachliche Kompetenz der Lehrkräfte und erweitert das Repertoire an Unterrichtsmethoden.