AKTION

 

Durch  die  Blume

 

gesprochen…“

 

 

…DANKE,

 

  DASS   DU   DA   BIST!

         

 

 

… es ist soweit! Mein Büro ist renoviert! Endlich bietet es eine gemütliche und freundliche Atmosphäre, in der Gespräche und Beratungen (auch zu kritischen Themen) stattfinden, wir gemeinsam Lösungen erarbeiten, diskutieren oder einfach reden können.

 

…aber auch zum Entspannen und einfach mal die Seele baumeln lassen (in den Pausen natürlich;) ist jetzt genug Platz!

 

Hier möchte ich mich noch einmal herzlich bei allen bedanken, die mit daran gearbeitet, mitgedacht und mein Büro mit gestaltet haben!

 

Auch ihr habt bestimmt eine Person, bei der ihr euch in dieser turbulenten Zeit für irgendetwas bedanken möchtet? Oder wollt ihr einfach einmal jemandem eine Freude bereiten? Zum Beispiel einem guten Freund, euren Eltern oder Großeltern, einem Bekannten, oder einem Lehrer…? Vielleicht weil diese Person immer da ist und euch unterstützt, weil sie etwas Besonderes getan hat, ihr sie einfach gern habt oder sie euch während der Kontaktbeschränkungen besonders gefehlt hat? Und wie geht so etwas besser als mit einer kleinen Aufmerksamkeit? Und dabei möchten wir, Frau Toll und ich euch helfen…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktiv gegen Cybermobbing:

 

„Fake - oder alles nur Spaß“

 

Am 03.02.2017 freuten wir uns, das Ensemble Radiks mit ihrem Theaterstück „Fake – oder war doch nur Spaß“ an der Mittelschule Pressig begrüßen zu dürfen.

Die Anspannung war regelrecht spürbar, als die Schauspieler die Geschichte der 17 jährigen Lea, einer Schülerin wie sie an jeder Schule gefunden werden kann, aufführten. Lea träumte davon Sängerin zu werden und bewarb sich bei einer Casting Agentur. Als sie dort angenommen wurde, war der Neid einiger Mitschüler geweckt. Aus ersten Sticheleien und Ausgrenzungen entwickelten sich schnell massive Mobbing-Attacken in verschiedenen sozialen Netzwerken. Es folgten anonyme Drohanrufe, Beleidigungen per SMS, bis hin zu einem Video im Netz, das Lea minutenlang betrunken auf einer Toilette zeigt. Wehrte sich das Mädchen zu Beginn noch gegen die Angriffe, schien sie nunmehr die Beleidigungen und Bedrohungen gleichgültig zu ertragen. Als sie jedoch erfuhr, dass auch ihr Freund zu den Mobbern gehörte, er sie mit ihrer Liebesaffäre nur hinters Licht geführt hatte und der Vater sie zur Anzeige drängen wollte, brach sie endgültig zusammen. Im Stück konnte zum Glück das Schlimmste verhindert werden. Lea wurde durch ihren besten Freund Andy gerettet und die Polizei ermittelte. Die Mobber wurden zur Verantwortung gezogen.

Anschaulich stellte die Geschichte die Gefahren eines leichtfertigen Umgangs mit und der Weitergabe von persönlichen Daten im Netz dar. Wie schnell sich dabei anfänglich „spaßig“ gemeinte „Likes“ oder „Posts“ zu ernst zu nehmenden, nicht mehr beeinflussbaren Mobbing-Attacken entwickeln, konnten die Schauspieler im Stück eindrucksvoll vermitteln. Häufig werden diese Sticheleien, Beleidigungen oder gewalttätige und pornographische Inhalte durch den fehlenden persönlichen Kontakt im Netz leider leichter geteilt und verbreitet als im realen Leben. Dass leider auch ein Großteil unserer Schüler bereits direkt oder indirekt mit entsprechenden Inhalten konfrontiert wurde, zeigte eine Umfrage, welche von den Medienscouts der Schule durchgeführt wurde. Die wichtigsten Ergebnisse wurden zusammengefasst und im Anschluss an die Vorführung von den Schülersprecherinnen vorgestellt. Es wurde deutlich, dass die Entwicklung eines solchen Szenarios durchaus realistisch sein kann. Im gemeinsamen Gespräch der Schauspieler, Schüler, Lehrer und Jugendkontaktbeamten der Polizei, wurden dazu am Beispiel von Leas Geschichte Kernpunkte wie „Wie hätte die Entwicklung verhindert werden können?“ oder „Wer hätte an welcher Stelle eingreifen können?“ interessiert diskutiert.

Wir bedanken uns recht herzlich bei unserem Förderverein „Freunde und Förderer der Volksschule Pressig“, der die Veranstaltung durch die Förderung im Rahmen des Bundesprogrammes „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ermöglicht hat!

 

„Die Veranstaltung [Hier können Sie auch etwas anderes formulieren, z. B. die Aufführung des Theaterstücks] wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus.

 

 

 

 

Lehrerfortbildung zum Thema:

 

 

"M o b b i n g   unter   Schülern"

 

 

1. Situation heute

Das Wort Mobbing ist zum Modewort verkommen und wird heute häufig sy-nonym für zwischenmenschliche Konflikte aller Art benutzt.
Mobbing wird mancherorts auch als „Bullying“ bezeichnet.

 

2. Der Begriff allgemein

Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln, fertigmachen (mob = Pöbel, Gesindel, Verbrecherbande, Sippschaft, to mob = anpöbeln, at-tackieren, angreifen, über jdn. herfallen, mobbish = pöbelhaft).
Bullying stammt ebenfalls aus dem Englischen (bully = brutaler Kerl, Schläger, Tyrann, Zuhälter, to bully = tyrannisieren, schikanieren, einschüchtern, piesacken).
Mobbing ist eine Form offener und/oder subtiler Gewalt gegen Personen über längere Zeit mit dem Ziel der sozialen Ausgrenzung (MARGINALISIERUNG = an den Rand drängen und STIGMATISIERUNG = mit negativen Zeichen versehen, brandmarken). Es kann sich dabei um verbale und/oder physische Gewalt handeln.
Am Arbeitsplatz wird unter Mobbing eine konfliktbeladene Kommunikation unter Kollegen oder zwischen Vorgesetzten und Untergebenen verstanden. Nicht jede Feindseligkeit zwischen Menschen, die zusammen arbeiten müssen, ist Mobbing. Es geht vielmehr um häufiger und länger anhaltende, sys-tematische und auf eine Person gerichtete Schikanen.
Mobbing ist ein Geschehensprozess: Erst die Summe der unterschiedlichen Angriffe und Unterlassungen machen einzelne Ungerechtigkeiten und Unver-schämtheiten zu Bausteinen im Mobbingverlauf.

 

3. Der Begriff im Schulkontext
Schulmobbing bezieht sich auf die verschiedenen Formen von Psychoterror im schulischen Rahmen.
Damit sind nicht die alltäglichen Schulkonflikte gemeint, sondern Handlungen negativer Art, die durch eine oder mehrere Personen gegen einen Schüler oder eine Schülerin, aber auch gegen eine Lehrkraft, eine/n Schulleiter/in, eine Sekretärin, einen Hausmeister oder Eltern (und umgekehrt) gerichtet sind, und die über einen längeren Zeitraum (abhängig vom Kindesalter: von mehreren Wochen bis zu mehreren Monaten – für Erwachsene: ein halbes Jahr oder länger) hinaus andauern.
Mobbing steht für alle böswilligen Handlungen, die kein anderes Ziel haben, als eine Mitschülerin oder einen Mitschüler fertig zu machen. Dazu gehören etwa hinterhältige Anspielungen, Verleumdungen, Demütigungen, Drohungen, Quälereien oder sexuelle Belästigungen.
Die Form psychischer Gewalt zeigt sich im direkten Mobbing als Hänseln, Drohen, Abwerten, Beschimpfen, Herabsetzen, Bloßstellen, Schikanieren oder im indirekten Mobbing durch Ausgrenzen, Rufschädigen, Kaltstellen durch das Vorenthalten von Informationen und Beschädigen von Eigentum der gemobbten Person.
Davon unterschieden wird das Bullying, die unter Jugendlichen praktizierte physische Gewalt, mit der bestimmte Opfer durch ihnen überlegene Mit-schüler gequält werden.

 

4. Folgen für die Schülerin/den Schüler
Zunächst ist Mobbing auch dadurch wirksam, dass die Opfer das "Problem" erst einmal bei sich selbst suchen, und dies oft über längere Zeit. Nur selten informiert ein Opfer einen Lehrer oder erzählt den Eltern, was ihm geschieht.
Fatal wirken sich die Folgen auf die gesamte Persönlichkeit aus: Zum Verlust des Selbstvertrauens (nicht nur im Leistungsbereich) können Schlafstörungen und Konzentrationsprobleme kommen. Durch die wahrgenommene Isolierung und Einsamkeit entwickeln sich depressive Tendenzen und Passivität. Die Lernmotivation nimmt ab, bis zu Lernunlust und Schulvermeidung.

 

Folgende Bereiche können betroffen sein:

  •    Physische Schädigungen (Verletzungen).
  •    Psychische Schädigungen (z.B. Zerstörung des Selbstbewusstseins).
  •    Psychosomatische Reaktionen (z.B. Kopfschmerzen, Essstörungen, Bauchschmerzen,  
  •    Albträume,     Schlafstörungen).
  • Sonstige Reaktionen (Unkonzentriertheit, Leistungsrückgang,   Schulvermeidungsstrategien,  
  • Rückzug aus sozialen Bezügen, Ängste, Depressionen, bis zu Suizidversuchen bzw. vollzogenem Suizid).

Der ungebremste Verlauf der Angriffe, Unterlassungen, Ausgrenzungen etc. schädigt Körper, Geist und Seele.

 

5. Mögliche Anzeichen bei Mobbing-Opfern

  •     Sie wollen nicht mehr zur Schule gehen.
  •     Sie wollen zur Schule gefahren werden.
  •     Ihre schulischen Leistungen lassen nach.
  •     Sie verlieren Geld oder Wertgegenstände (damit werden Täter bezahlt).
  •     Sie können / wollen keine schlüssige Erklärung für ihr Verhalten geben.
  •     Sie werden kaum noch zu Kindergeburtstagen eingeladen.
  •     Sie beginnen zu stottern.
  •     Sie ziehen sich zurück.
  •     Sie haben Albträume.
  •     Sie begehen einen Selbstmordversuch.

 

6. Persönlichkeitsstrukturen von Opfern und Tätern
Vor wenigen Jahren war in der Literatur noch zu lesen, dass es bei den Opfern bestimmte Persönlichkeits-strukturen gäbe. Inzwischen wird allgemein davon ausgegangen, dass es jeden treffen kann.
Bei Schülern, die aktiv mobben, sind häufig folgende Tendenzen zu beobach-ten: Demonstration von Stärke/Macht (häufig körperliche, seltener geistige Überlegenheit), Steigerung des (mangelnden) Selbstwertgefühls, Kompensa-tion von Schwächen, Führer-Verhalten (Anhänger/Mitläufer/ Schweiger in der Clique).

 

7. Mobbing gibt es in allen Altersstufen   

In der Unterstufe scheint häufiger Bullying als Ausgrenzung aufzutreten, wenn (sportlich ungeschicktere, "brav" aussehende) Mitschüler körperliche "Unzulänglichkeiten" zeigen.
In der Mittelstufe bestimmen Mode-Normen (Markenkleidung), Verhal-tensnormen im Unterricht      („Streber !“) und beginnende gegengeschlecht-liche Freundschaften (Eifersucht, Rivalität) das Mobbing.
In der Oberstufe scheint auch der Konkurrenzdruck in Gestalt der Punkte-Jagd eine Rolle zu spielen.
Jungen wenden häufiger physische Gewalt an oder machen Mitschüler of-fen fertig, während Mädchen eher subtile Formen (Gerüchte verbreiten, soziales Ausgrenzen, Manipulationen etc.) anwenden.

 

8. Ursachen von Mobbing
Generell ist Mobbing ein Symptom für gestörte Kommunikation. Die Opfer werden isoliert, die Täter bekommen keine Rückmeldung über die Auswirkun-gen ihrer Schikanen.
In der Arbeitswelt wird Mobbing als Versagen der Führungskraft verstanden. Für die Schule würde dies bedeuten, dass Lehrkräfte Mobbingvorgänge sensibler wahrnehmen und darauf mit einem Schulkonzept (einheitlicher, ab-gestufter Maßnahmenkatalog) reagieren sollten.
Eine wichtige Rolle spielen gruppendynamische Aspekte: Eine neu zusammen-gewürfelte Klasse, der oder die "Neue" in einer Klasse, aber auch persönliche Aspekte des Täters (Rachebedürfnis, Eifersucht, Konkurrenz etc.) bilden den Motivhintergrund.

 

9. Reaktion auf Mobbing
Grundsatz: Nicht ignorieren !  Den Mobbern den Spiegel vorhalten !
Wenn in einer Schule ein Konsens zwischen allen Beteiligten besteht, dass es sich bei Mobbing um Gewaltausübung handelt, werden Außenstehende solche Prozesse sensibler wahrnehmen und klarer reagieren. Wo immer Mobbing bekannt oder offensichtlich wird, sollten Lehrkräfte klar Standpunkt bezie-hen und versuchen, zumindest den "zusehenden" Mitschülern, möglichst aber auch den Tätern einen Perspektivenwechsel zu ermöglichen und ihnen die psychischen Folgen für die Opfer in einer solchen Situation klar zu machen.

 

Einzelfallmaßnahmen:

 

  • Thematisieren in Klassengespräch und Kollegium (Pädagogische Konferenz
  • Intervenieren: Einzelgespräch mit Opfern und Tätern (Problem: viele Schüler vermeiden                             konkrete Aussagen), Vereinbarungen (Täter-Opfer-Ausgleich), Schulstrafen,                           Elterngespräche
  • Streitschlichter-Programm
  • Unterstützung von außen holen

 

 

Quellen und Literatur
Wolfgang Kindler          Dich machen wir fertig
                                    Verlag An der Ruhr, April 2007, EUR 5,-
Karl Gebauer                Mobbing in der Schule
                                     Beltz Verlag, 2009, EUR 12,90
Jo-Jacqueline Eckhardt  Mobbing bei Kindern – erkennen, helfen, vorbeugen
                                     Verlag Urania, 2008, EUR 12,95
Mustafa Jannan            Das Anti-Mobbing-Buch: Gewalt in der Schule –  vorbeugen, erkennen, handeln
                                     Beltz Verlag 2009, EUR 19,95

 

 

Internet

www.km.bayern.de                              bei „Suche“ den gewünschten Begriff eingeben
www.klicksafe.de                                 Landeszentrale für Medien u. Kommunikation, Rheinland-

                                                             Pfalz, auch in Türkisch, Russisch, Englisch.
www.komm-wir-finden-eine-loesung.de  Präventionsprojekt für kreative Konfliktlösung in der Schule

                                                             und Familie - Deutscher KinderschutzBund München e.V.
www.time4teen.de                               Landeskriminalamt Baden-Württemberg
www.ipsm-ev.de                                   Initiative gegen psychischen Stress & Mobbing
www.jugendinfo.de                               Bremen und Bremerhaven
www.elternet.ch                                   unterstützt Eltern in der Medienerziehung, Schweiz
www.security4kids.ch                            für Eltern, Lehrpersonen, Kinder u. Jugendliche
www.schueler-gegen-mobbing.de        Schülerinitiative von Betroffenen
www.mobbing-in-der-Schule.info          private Site mit vielen guten Beiträgen
www.no-blame-approach.de
www.koerber-stiftung.de/koerberforum/programm/videos-livestream/06022012-3-2-1-meins-recht-und-unrecht-im-internet.html


Präventionsprogramme
Faustlos                                         Grundschule
Prävention im Team (PIT)               alle Schularten (Sekundarstufe I)
Lions-Quest „Erwachsen werden“ alle Schularten (Sekundarstufe I)
Zammgrauft                                    alle Schularten (Sekundarstufe I)
Streitschlichterprogramme              alle Schularten